Offen gesagt: Die Insolvenz der Insolvenzverwalter

Die Insolvenzverwalterszene hat seit 2014 einen recht lauen Markt. Die wenige großen Verfahren werden oftmals noch dazu nicht in die Insolvenz gehen, sondern, schon aus Eigeninteresse der Geschäftsführung, in der Eigenverwaltung oder noch früher saniert. Das ist für eine Insolvenzverwaltung, die auf einer Mischkalkulation aus großen und kleinen Verfahren beruht, um ausreichend interne Ressourcen an Mitarbeitern vorzuhalten, ein Problem; denn diese Mischkalkulation geht nicht mehr auf. Nun haben viele Verwalter aus besseren Zeiten noch ein Polster an abzurechnenden Verfahren, die die Liquidität sichern, meist so um die 3 Jahre Kostendeckung garantierend. Nur: Ein Profit ist da nicht mehr drin, die vergoldete Altersversorgung gibt es auch nicht mehr, und da muss man sich fragen, ob nicht sogar die Insolvenz möglich ist, wenn eine große Schlussrechnung durch das Gericht zu sehr verzögert wird. Diese Sorgen reiben den Markt schon seit ein paar Jahren um, und die nächste Marktbereinigung steht bevor.



Weiterlesen-Empfehlung
Sind Geldbußen bei Kartellverfahren in die Kosten der Marktbeeinflussung von…
+49 89 452157-0
Kistlerhofstr. 70 / Geb. 88, D-81379 München
+ +